Kunstpioniere

Partizipative Kunstvermittlung

Kunstpioniere ist ein innovatives Kooperationsprogramm zwischen Hamburger Schulen, Museen und Ausstellungshäusern, welches auf die Initiative des Fachreferats Bildende Kunst der Behörde für Schule und Berufsbildung zurückgeht.

Schüler:innen aller Schulformen und Jahrgangsstufen setzen sich im Rahmen dieses Programms forschend, vermittelnd und kreativ mit Kunst und aktuellen Ausstellungen in Hamburger Museen, Ausstellungshäusern und Galerien auseinander. Sie werden selbst Kunstschaffende, Kunstreporter:innen, Kunstvermittler:innen, Kunstforscher:innen und Ausstellungsmacher:innen.

Das Projekt ermöglicht möglichst vielen Kindern und Jugendlichen eine forschende und kreative Auseinandersetzung mit aktueller Kunst, baut Barrieren zu Ausstellungshäusern ab, schafft eine neue Öffentlichkeit für die Arbeiten von Schüler:innen und stärkt die Kommunikation zwischen den Kulturinstitutionen und Schulen.
 

Online-Galerie der Kunstpioniere zur Ausstellung Georges Braque. Tanz der Formen

„Dass trotz Ausnahmesituation und globaler Pandemie so viele und inspirierende Arbeiten in der Auseinandersetzung mit unserer Braque Ausstellung entstanden sind, freut uns immens. Kulturelle Teilhabe und Partizipation sind essenzielle Bausteine in unserer Vermittlungsarbeit, die während der langen Schließzeiten unseres Ausstellungshauses besonders schwierig zu realisieren sind. Wir bedanken uns herzlich für das Engagement der Schüler:innen, Lehrkräfte und Künstler:innen, die dieses Projekt ermöglicht haben.“


Prof. Dr. Andreas Hoffmann
Geschäftsführer
und Lena Schütte
Leitung Veranstaltungen und Vermittlung


  


Johannes-Brahms-Gymnasium Hamburg

Kunstunterricht

„Als Einstieg in das Thema und das Projekt haben wir uns im Unterricht über die Stilrichtung 'Kubismus' unterhalten, besonders über die Begründer Pablo Picasso und vor allem Georges Braque. Diesen kannten die meisten aus unserem Kurs nicht, deshalb haben wir uns zunächst ein wenig mit seinem Leben auseinandergesetzt. Anschließend haben wir uns einige seiner Werke angeschaut und haben anhand dieser angefangen, uns die Merkmale des Kubismus zu erarbeiten.

Um herauszufindenden, welche Motive und Themen uns persönlich interessieren, war es unsere Aufgabe, eine Künstlermappe anzufertigen, mit einem Bilderpool aus eigenen Zeichnungen, Bildern, Fotos, Zeitungsausschnitten, etc. Mit der Farbenlehre haben wir daraufhin auch kurz auseinandersetzen müssen, da sie im weiteren Verlauf unserer Arbeit wichtig sein würde. Wir durften mit den drei Primärfarben experimentieren und mit diesen eigene Bilder malen, ohne ein bestimmtes Motiv oder Thema zu haben.“


Besuch der Ausstellung im Bucerius Kunst Forum

„Darauf folgte unser Besuch des Bucerius Kunst Forums. Wir wurden durch die Ausstellung von Georges Braque geführt und haben dadurch noch einmal deutlich mehr über den Kubismus und Braques Leben erfahren. Nach der fachkundigen und interessant gestalteten Führung haben wir einige Aufgaben im Zusammenhang mit der Ausstellung bekommen. Beispielsweise sollten wir eigenständig in der Stadt Fotos machen und diese so malen, wie die Werke in der Ausstellung gemalt wurden, also in der Stilrichtung Kubismus.“


Kunstworkshops am Johannes-Brahms-Gymnasium

„Ein weiterer Themenpunkt waren die Kunstworkshops, zwei davon unter Beteiligung des bildenden Künstlers Jan Ratschat. Über zwei ganze Schultage war er bei uns an der Schule und hat mit uns auch etwas über Kubismus gesprochen; hauptsächlich bestanden diese Tage aber aus eigenständiger praktischer Arbeit. Wir sind unter anderem in die Materialsammlung gegangen und haben Materialien und Werkzeuge gesichtet, die wir verwenden könnten und sollten. Auch nach den Workshops hatten wir die Möglichkeit Jan Ratschat unsere Werke, die im Unterricht entstanden sind, zuzusenden und er hat uns per E-Mail Feedback und Ratschläge dazu gegeben, was wir in Zukunft besser machen können.

Zwischen und nach den Workshops bestand unser Unterricht aus Werkarbeit und der Reflexion dieser. Wir haben uns auch mit der Erfassung von Räumlichkeiten beschäftigt, indem wir Stillleben abgezeichnet oder gemalt haben, diese konnten wir auch vereinfachen bis hin zur Abstraktion. Zum Ende des Projekts hatten wir alle mehrere Werke fertiggestellt, teilweise in ziemlich großen Formaten.“


Persönliche Bilanz

„Mir persönlich hat am Anfang das Anlegen der Künstlermappe sehr geholfen, mich mit den Themen, die mich persönlich interessieren, zu beschäftigen und mich damit auseinanderzusetzen, da ich dadurch diese in meine Werke mit einbringen konnte. Ich konnte immer wieder in meine Mappe reingucken, um mich zu inspirieren, als ich das Gefühl hatte, dass ich anfange Georges Braques Werke zu sehr 'kopiere'.

Die Ausstellung im Bucerius Kunst Forum war mein persönliches Highlight. Die Werke haben zwar nicht meinem persönlichen Geschmack entsprochen, doch die Führung und die Erklärung des wissenschaftlichen Mitarbeiters, der die Führung gemacht hat, haben mir sehr gefallen. Ich habe dadurch den Kubismus besser verstanden und hatte eine ungefähre Vorstellung, was von mir erwartet wird.

Der Kunstworkshop war anders als ich ihn mir vorgestellt hatte, ich habe dennoch etwas mitnehmen können. Wir haben Feedback erhalten, doch ich habe es nicht immer verstanden. Ich war etwas verunsichert, weil ich nicht genau wusste, was ein gutes Werk ausmacht. Der zweite Workshop und Jan Ratschats Rückmeldung per E-Mail haben mir im Endeffekt doch geholfen. Mir hat an den Workshops gut gefallen, dass ich viel Zeit hatte eigenständig zu arbeiten und um mich mit dem Thema zu befassen. Die 'Führung' durch die Materialiensammlung hat meine darauffolgende Arbeit deutlich beeinflusst. Ich hatte das Gefühl mehr Möglichkeiten zu haben und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit den unterschiedlichsten Materialien herumzuexperimentieren. Die ganze Zeit lang war unsere Kunstlehrerin Frau Feith mir eine große Hilfe. Sie hat mir geholfen, den Überblick zu behalten. Unsere Anliegen hat sie ernst genommen und umfangreiches Feedback gegeben. Zwischendurch ist sie mit Einzelnen durch unsere Mappen gegangen und hat mit uns zusammen besprochen, was uns bis dahin gut gelungen ist und wo wir an unsrer Vorgehensweise etwas ändern könnten.

Im Großen und Ganzen hat mir das Projekt gut gefallen, ich hätte nicht gedacht, dass ich mich jemals mit dem Kubismus befassen würde und dass es mir auch noch gefällt. Das Projekt hatte eine gute Struktur und interessante Themenpunkte, die uns langsam, aber sicher zum Ziel geführt haben.“


Darja Miller, 16 Jahre
Schülerin Johannes-Brahms-Gymnasium

  


Angelina, 17 Jahre

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Dana, 18 Jahre

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Darja, 16 Jahre

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Fabian, 17 Jahre

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Jytte, 17 Jahre

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Lara, 17 Jahre

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Mahshid, 17 Jahre

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Maximilian, 17 Jahre

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Merle, 17 Jahre

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Nele, 17 Jahre

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Quentin, 17 Jahre

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Saffet, 16 Jahre

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Vincent, 17 Jahre

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Yingqi, 17 Jahre

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Gymnasium Klosterschule Hamburg

„Die Schüler:innen des vier- und zweistündigen Kunstkurses des Jahrgang 9 des Gymnasiums Klosterschule haben sich mit der Ausstellung Georges Braque. Tanz der Formen beschäftigt. Im Mittelpunkt der Arbeit stand ein eigenes freies Projekt, angestoßen von einem Bild, einer Idee oder irgendetwas, was die Schüler:innen für sich selbst an und bei Georges Braque gefunden hatten. Während einige schon beim Ausstellungsbesuch genau wussten, was sie reizen würde oder sich in ihr Projekt hineingearbeitet haben, war es für andere immer wieder eine Herausforderung, sich mit einem vielschichtigen Maler wie Braque auseinanderzusetzen.

Während der Projektphase haben wir den Werkraum der Klosterschule zum Atelier machen können, 'unseren' Künstler Jan Ratschat per Video zugeschaltet und losgelegt bis der Lockdown uns gestoppt hat.

Die hier gezeigten Herangehensweisen zeigen verschiedene Malerei- und Materialexperimente oder die Erweiterung von Braques Motiven. Zum Beispiel in die Dreidimensionalität – wie die 'Friedensvögel' von Alexandra und Emily zeigen. Hier wachsen die Flächen des Bildes 'Der schwarze und der weiße Vogel' von Braque aus der Fläche in die Höhe. Bei Malyn und Alina wird 'Der Viadukt bei L’Estaque' aus Fotografien der Stadt Hamburg neu zusammengesetzt.

Aber es geht auch noch weiter: So überführen Cosima, Vivian, Shahd und Amina beispielswiese das Sujet Landschaft in das Modell eines monotonen Straßenzuges – wie er vielerorts – die Landschaft verdrängt hat und bannen das wiederum mit der Lochkamera aufs zweidimensionale Fotonegativ, weil sie das Arbeiten mit analoger Fotografie gereizt hat. Andere Schülerinnen – Chiara und Julienne – lassen aus der Idee eines Braques Bildes ein Kleid werden und haben dazu angefangen zu lernen, wie man mit der Nähmaschine umgeht.“


Katharina Timner
Lehrerin Gymnasium Klosterschule Hamburg

  


Alexandra und Emily, 15 und 14 Jahre

  


Chiara und Julienne, 15 Jahre

Cosima, Amina, Shahd und Vivian, 14 und 15 Jahre

  


  


Güzide, 15 Jahre

  


Jonah, 14 Jahre

  


Malyn und Alina, 14 und 15 Jahre

  


Melike, 15 Jahre

  


  


Mesut, 15 Jahre

Ronja, 15 Jahre

  


Safiye, 14 Jahre

  


Salaheddine, 15 Jahre

Sohaib, 15 Jahre

  


  


Theodoros und Josephine, 15 Jahre

  


Brüder-Grimm-Schule Hamburg

„Wir, die Klasse 4c der Brüder-Grimm-Schule, nahmen zum zweiten Mal an den Kunstpionieren teil, diesmal zu der Ausstellung ‚Georges Braque. Tanz der Formen‘ im Bucerius Kunst Forum.

Zuerst informierten wir uns über den Künstler Georges Braque. Dann sammelten wir Ideen und praktische Erfahrungen zu seinen Werken. Wir sahen uns viele Bilder von Georges Braque an. Leider konnten wir diesmal nicht die Ausstellung im Bucerius Kunst Forum besuchen, deshalb hängten wir Fotos der Kunstwerke in unserem Flur auf.

Alle Schüler:innen entwickelten eine eigene Forscherfrage zu einem der Kunstwerke.

Wir überlegten uns, wie wir unsere Forscherfragen in einem Kunstwerk ausdrücken könnten. Dann machten wir uns eine eigene Mindmap zu unserer Frage. Anschießend arbeiteten wir praktisch weiter. Als wir mit unseren Kunstwerken zufrieden waren, fotografierten wir sie. Zum Abschluss suchten wir zu unseren Werken einen passenden Titel.

Wir hatten wieder eine spannende Zeit und waren immer wieder überrascht, welche unterschiedlichen Themen uns zu denselben Bildern interessierten.

Leider waren wir nicht im Museum, aber wir bedanken uns bei der Künstlerin Meike Klapprodt für ihre tolle Unterstützung.

Außerdem danken wir dem Bucerius Kunst Forum dafür, dass wir unsere Kunstwerke dort in einer digitalen Ausstellung präsentieren dürfen und Julia Schwalfenberg von den Kunstpionieren für dieses großartige Projekt.“


Klasse 4c
Brüder-Grimm-Schule Hamburg

 

  


Abdulmalik, 10 Jahre

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Ali, 10 Jahre

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Alina, 10 Jahre

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Darren, 10 Jahre

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Ela, 9 Jahre

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Enes, 10 Jahre

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Feriha, 9 Jahre

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Fiona, 10 Jahre

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Fynn, 10 Jahre

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Hekmatullah, 10 Jahre

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Ibrahim, 10 Jahre

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Irem, 10 Jahre

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Junior, 10 Jahre

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Matin, 9 Jahre

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Milena, 10 Jahre

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Rea, 10 Jahre

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Selin, 10 Jahre

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Sina, 10 Jahre

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Schule Rothestraße Hamburg

 

  


Ainhoa, 7 Jahre

Amalou, 7 Jahre

   


Anika, 6 Jahre

Anna, 6 Jahre

   


Carlotta, 7 Jahre

Charlene, 7 Jahre

   


Cono, 7 Jahre

Ella, 7 Jahre

   


Emilia, 7 Jahre

Gustav, 7 Jahre

   


Helene, 7 Jahre

Johanna G., 7 Jahre

   


Johanna H., 7 Jahre

John, 7 Jahre

   


Julius, 7 Jahre

Junis, 7 Jahre

   


Marit, 6 Jahre

Maximilian, 7 Jahre

   


Noah, 7 Jahre

Paul, 7 Jahre

   


Pelle, 7 Jahre

Rosalie, 6 Jahre

   


Smilla, 7 Jahre

  


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