Tagung zur Ausstellung „Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“
Die Ausstellung Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland rekonstruiert exemplarisch 15 Sammlungen und macht damit die prägende Rolle jüdischer Sammler:innen für die Kunst der Moderne sichtbar. Präsentiert werden rund 100 Werke vom Realismus und Impressionismus bis zum Expressionismus und zur Neuen Sachlichkeit. Zugleich fragt die Ausstellung nach den Brüchen der gezeigten Sammler:innenbiografien – nach Verfolgung, Enteignung, Exil und Ermordung sowie der Zerstreuung der Werke – und danach, wie mit diesen Geschichten bis heute umgegangen wird.
Die Tagung Zwischen NS-Raubkunst, Restitution und Erinnern führt am 18. und 19.2.2027 Forschung und Praxis in einen fachübergreifenden Diskurs weiter: Wie sprechen wir heute über „Moderne“? Welche institutionellen Kontinuitäten und Zäsuren prägten den Umgang mit jüdischen Sammler:innen vor und nach 1945? Welche Verantwortung tragen Museen, Politik und Justiz in Zusammenhang mit NS-Raubgut und Restitution?
In vier großen Panels diskutieren Expert:innen aus Politik, Museen, Journalismus, Universitäten, dem Kunsthandel und Recht zentrale Fragen zu Provenienz und Aufarbeitung, Kanon und Deutungshoheit, Erinnern und Verantwortung.
Die Tagung greift die Perspektiven der Ausstellung in einem interdisziplinären Programm auf und verbindet wissenschaftliche Panels mit Impulsvorträgen und Beiträgen von Hamburger Kultur- und Forschungseinrichtungen, die Einblicke in aktuelle institutionelle Perspektiven und Ausstellungsprojekte bieten.
Flankiert wird das Programm von Führungen durch die Ausstellung Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland und einer Lesung von Dmitrij Kapitelman.
Am Ende des ersten Tages setzt das Jewish Chamber Orchestra Hamburg mit seinem Konzert einen besonderen Akzent.
Informationen
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Early-Bird-Tickets bis 15.1.2027 | 35 Euro Einheitspreis |
| Tickets ab 16.1.2027 | 75 Euro regulär / 15 Euro Studierende |
Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.