Nolde und der Norden
16.10.2021 — 23.1.2022

Emil Nolde: Zwei am Meeresstrand (Detail), 1903, Nolde Stiftung Seebüll, Fotocredit: Fotowerkstatt Elke Walford, Hamburg, und Dirk Dunkelberg, Berlin, Fotobesitz: Nolde Stiftung Seebüll © Nolde Stiftung Seebüll

Zwei-G-Zugangsmodell ab dem 15. Oktober 2021

Bitte beachten Sie, dass im Bucerius Kunst Forum für den Ausstellungs- und Veranstaltungsbetrieb ab dem 15. Oktober 2021 das Zwei-G-Zugangsmodell gilt. Für den Einlass ist dann der Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung oder Genesung in Verbindung mit einem Lichtbildausweis notwendig.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können vorerst auch ohne Test-, Impf- oder Genesenennachweis an allen Zwei-G-Angeboten teilnehmen. Kinder unter 7 Jahren sind darüber hinaus nicht verpflichtet, eine medizinische Maske zu tragen.


Zur Ausstellung

Emil Nolde zählt zu den bekanntesten und auf Grund seiner späteren nationalsozialistischen Überzeugung umstrittensten Künstlern der Klassischen Moderne. Die Ausstellung des Bucerius Kunst Forums in Kooperation mit der Nolde Stiftung Seebüll untersucht erstmals sein Frühwerk im Spiegel der nordischen Kunst. Rund 80 größtenteils zwischen 1900 und 1902 entstandene Werke Emil Noldes werden den Gemälden von nordischen Künstlerinnen und Künstlern dieser Zeit wie Georg Nicolai Achen, Anna Ancher, Vilhelm Hammershøi, Viggo Johansen, Peter Ilsted, Peder Severin Krøyer, Laurits Andersen Ring und Jens Ferdinand Willumsen gegenübergestellt.

1900 besuchte Nolde die Weltausstellung in Paris und war zutiefst beeindruckt von der dort gezeigten Kunst Skandinaviens. Noch im selben Jahr entschloss er sich nach Kopenhagen zu reisen, mietete sich dort ein Atelier und widmete sich dem Studium der dänischen Malerei. Die motivischen und stilistischen Eigenheiten der nordischen Künstlerinnen und Künstler inspirierten ihn außerordentlich und führten zu eigenen ungewöhnlichen Kompositionen. Ein wichtiges Sujet dieser Zeit stellt die Welt des Fantastischen dar, die Nolde aus literarisch und mündlich überlieferten Sagen des Nordens schöpfte. Auch in der Darstellung von Interieurszenen und stimmungsvollen Landschaftsgemälden sind die skandinavischen Vorbilder zu spüren. So trug Noldes Zeit in Dänemark maßgeblich zur Entwicklung seiner Kunst bei.

Die Ausstellung wird gefördert von

Nolde und der Norden
Ausstellungskatalog

Herausgeber Bucerius Kunst Forum und Nolde Stiftung Seebüll
Beiträge von Astrid Becker, Sören Groß, Annika Landmann, Magdalena M. Moeller
Beschreibung ca. 220 Seiten mit farbigen Abbildungen der ausgestellten Werke
Verlag Hirmer Verlag, München
Preis in der Ausstellung 29,90 Euro

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Zeimal Nolde in Hamburg

Die Hamburger Kunsthalle präsentiert parallel zur Ausstellung im Bucerius Kunst Forum „Meistens grundiere ich mit Kreide…“ Emil Noldes Maltechnik (16.10.2021 — 18.4.2022). Diese Studioausstellung stellt die Ergebnisse eines interdisziplinären Forschungsprojekts zu Noldes Maltechnik und Arbeitsweise vor, an dem die Hamburger Kunsthalle zusammen mit dem Doerner Institut der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München und der Nolde Stiftung Seebüll seit Herbst 2018 gearbeitet hat. Anhand von elf Gemälden gibt die Ausstellung erstmals einen vertieften Einblick in die maltechnische Herangehensweise Emil Noldes, die wichtig für das Verständnis seiner Werke ist.

Kombitickets für einen Besuch beider Ausstellungen sind über den Onine-Shop Bucerius Kunst Forums unter „Ermäßigungen” erhältlich.


arte-Film „Kunst und Kalkül: Der ganze Nolde“

Emil Nolde, berühmt als farbstarker Expressionist des Nordens, ist wohl auch der bekannteste unter den als »entartet« verfemten Künstlern – von keinem anderen Maler wurden im Nationalsozialismus so viele Werke beschlagnahmt und öffentlich zur Schau gestellt. Das Ausmaß seiner eigenen nationalsozialistischen, antisemitischen Gesinnung wurde lange verschwiegen und erst in der letzten Zeit intensiver erforscht und viel diskutiert.

Untersucht wurde in den vergangenen Jahren im Rahmen eines kunsttechnologischen Verbundprojekts auch die Arbeitsweise Noldes, die nun in drei Ausstellungen mündet und neueste Ergebnisse präsentiert. Der aktuelle Dokumentarfilm Kunst und Kalkül: Der ganze Nolde von Maria Anna Tappeiner, arte / ZDF, Deutschland 2021, spürt jetzt diesen beiden Aspekten nach: Noldes Haltung im Nationalsozialismus und der Malweise eines leidenschaftlichen Künstlers.


Zum Film —

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