Rubens, van Dyck, Jordaens
Barock aus Antwerpen
11.6. — 19.9.2010

Peter Paul Rubens (1577–1640): Frierende Venus, 1614, Koninklijk Museum voor Schone Kunsten Antwerpen, © Lukas-Art in Flanders VZW

Die Namen Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck und Jacob Jordaens stehen für figurenreiche und pathosgeladene Kompositionen, die nicht allein den flämischen Barock begründeten, sondern auch die europäische Kunstentwicklung des 17. Jahrhunderts prägten. Die stärksten Impulse gingen von Rubens aus, in dessen Antwerpener Werkstatt van Dyck und Jordaens zu Beginn ihrer Karrieren tätig waren. Mit und neben ihnen wirkten in Antwerpen noch zahlreiche andere originelle Künstler, die zusammen eine wirkungsvolle, städtisch-bürgerlich geprägte „Antwerpener Schule“ bildeten. Obwohl das ehemalige Handelszentrum nach 1600 seine Wirtschaftskraft weitgehend eingebüßt hatte und der Krieg zwischen den von Spanien beherrschten katholischen südlichen und den protestantischen nördlichen Niederlanden die Bevölkerung bedrohte, entfaltete sich der europäische Barock hier besonders prachtvoll. 

Antwerpen als größte und bedeutendste Kunstmetropole des Barock steht im Zentrum der Ausstellung Rubens, van Dyck, Jordaens. Barock aus Antwerpen. Fünfzig Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphiken stellen eine Auswahl aus dem Bestand des Königlichen Museums für Schöne Künste in Antwerpen vor, das eine der bedeutendsten Sammlungen des europäischen Barock beherbergt. Neben monumentalen religiösen und mythologischen Historienbildern repräsentieren Portraits, Landschaften, Stillleben und Genreszenen die Menschenfreundlichkeit und Weltoffenheit, die den flämischen Barock auszeichnen.

Die Ausstellung steht unter der Hohen Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler und S.M. König Albert II, König der Belgier.

Rubens, van Dyck, Jordaens
Barock aus Antwerpen

Ausstellungskatalog

Herausgeber Ortrud Westheider und Michael Philipp
Verlag Hirmer Verlag,
München

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