Anton Corbijn
The Living and the Dead
7.6.2018 — 6.1.2019

Anton Corbijn (1955): Henry Rollins, El Mirage 1994,
Leihgabe des Künstlers, © Anton Corbijn, 2018
Anton Corbijn (1955): Sinéad O’Connor, Dublin 1990
Anton Corbijn (1955): Herbert Grönemeyer, Lisbon 1990
Anton Corbijn (1955): Joni Mitchell, Santa Monica 1999, Leihgabe des Künstlers, © Anton Corbijn, 2018
Anton Corbijn (1955): Joy Division, London 1979,
Leihgabe des Künstlers, © Anton Corbijn, 2018
Anton Corbijn (1955): a. bolan 2, Strijen 2002, Leihgabe des Künstlers, © Anton Corbijn, 2018
Anton Corbijn (1955): Untitled #16 (Serie Cemetries), 1982,
Leihgabe des Künstlers, © Anton Corbijn, 2018
Anton Corbijn (1955): heaven, Strijen 2002, Leihgabe des Künstlers, © Anton Corbijn, 2018

Die Ausstellung Anton Corbijn. The Living and the Dead ist dem niederländischen Fotografen Anton Corbijn gewidmet und untersucht die selten gestellte Frage, wann Fotografie Kunst wird. Wie viele Fotografen hat Corbijn lange an der Schnittstelle zwischen freier und angewandter Fotografie gearbeitet: Berühmt wurde er mit seinen ikonischen Porträts von Bands und Musikern wie Joy Division, Depeche Mode, Tom Waits, U2 oder den Rolling Stones. Dabei handelte es sich meist um Auftragsarbeiten, bei denen er sich immer wieder den Raum für schöpferische Freiheit erkämpfen musste. Doch unterliegt sowohl seine angewandte als auch seine freie Arbeit als Fotograf und Filmregisseur immer jener Sinnfrage, nach deren Antwort jeder in erster Linie persönlich suchen muss und die mit zunehmendem Alter dringlicher wird.

Die Schau Anton Corbijn. The Living and the Dead stellt daher seine bislang autobiografischste Serie a. somebody (2002) in den Mittelpunkt. Für diese hat sich Corbijn in die Rolle verstorbener Rockstars wie John Lennon, Jimi Hendrix, Janis Joplin oder Kurt Cobain hineinversetzt und sich in der ländlichen Umgebung seines Geburtsorts Strijen fotografiert. Darüber hinaus zeigt das Bucerius Kunst Forum erstmals eine frühe Serie des Künstlers, Cemeteries (1982-83) für die Anton Corbijn in seiner charakteristischen Bildsprache ausnahmsweise keine Menschen sondern Grabmonumente und lebensgroße Skulpturen fotografierte. Diese sehr persönlichen Inszenierungen spiegeln die geistige Befreiung des Künstlers von seiner provinziell geprägten Kindheit und der religiösen Fixierung seines Elternhauses auf das Leben nach dem Tod wider. Darüber hinaus zeigt die Ausstellung eine Auswahl von rund 80 seiner bekanntesten Porträts von Bands und Musikern aus 40 Jahren seines fotografischen Schaffens. 

Eine Ausstellung im Rahmen der 7. Triennale der Photographie Hamburg 2018.

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Anton Corbijn
The Living and the Dead

Ausstellungskatalog

Herausgeber Anton Corbijn und
Franz Wilhelm Kaiser
Beiträge von Franz Wilhelm Kaiser, Marie-Noël Rio und Daria Dittmeyer-Hössl
Sprache Deutsch / Englisch
Beschreibung 170 Seiten
mit Abbildungen der ausgestellten Werke
Verlag Schirmer/Mosel Verlag
München
Preis In der Ausstellung
39,80 Euro
Buchhandelsausgabe
49,80 Euro

Den Audioguide zur Ausstellung Anton Corbijn. The Living and the Dead stellen wir Ihnen hier zum kostenlosen Download zur Verfügung. 

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