Undine geht. Ingeborg Bachmann und die Wasserfrauen der europäischen Literatur

Hanjo Kesting © Peter Köhn

Literarischer Abend von und mit Hanjo Kesting

Mi, 8.3.2023
19:00 — 21:00 Uhr
Online-Tickets

Ob antike Sirene, mittelalterliche Melusine oder romantische Nixe – weibliche Wasserwesen sind in der Literatur allgegenwärtig. Sie durchtauchen das Werk von Goethe, Fouqué und Heinrich Heine oder von Hans Christian Andersen und Theodor Fontane. Auch in unserer Gegenwart sind sie noch anzutreffen: der Meerjungfrau mit dem Fischschwanz begegnen wir etwa im Logo von Starbucks. Meist fällt den Wasserfrauen die Opferrolle zu, tödlich getroffen durch männliche Torheit und Machtausübung. Die Flussnixe Daphne wird auf der Flucht vor Apollo in einen Lorbeerbaum, die Najade Syrinx durch Pan in eine Flöte verwandelt, und noch Andersens kleine Seejungfrau muss für die Liebe ihre Zunge opfern.

Ingeborg Bachmann hat in der 1961 veröffentlichten Erzählung Undine geht mit dieser zweitausend Jahre alten Tradition gebrochen. Mit der Dichte ihrer sprachlichen Textur ist diese Erzählung ein Höhepunkt im Werk der Autorin, zugleich die Utopie einer von festgelegten Geschlechterrollen erlösten Welt.   

Informationen

Begrüßung Christine Neuhaus, Hauptbereichsleiterin Förderungen, ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
Lesung Sonja Beißwenger und Henning Nöhren
Kommentierung Hanjo Kesting
Tickets 10 Euro / ermäßigt 8 Euro

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Das Veranstaltungsticket berechtigt zum kostenfreien Ausstellungsbesuch am Veranstaltungstag.

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