Harte Zeiten. Die arbeitende Klasse und die industrielle Revolution

Hanjo Kesting, © Peter Köhn

Literarische Spurensuche von und mit Hanjo Kesting

Mi, 15.9.2021
20:00 — 22:00 Uhr
Online-Tickets

Die industrielle Revolution hat auch in der Literatur tiefe Spuren hinterlassen. Ein früher Höhepunkt war der Roman Harte Zeiten von Charles Dickens aus dem Jahr 1854. Er spielt in der fiktiven englischen Industriestadt Coketown, hinter der unschwer das reale Manchester der Dickens-Zeit zu erkennen ist. For These Times lautete der Untertitel des Buches, das die sozialen Folgen der industriellen Revolution im Zeichen des „Manchester-Kapitalismus“ beschreibt. Dazu gehörten Arbeitszeiten von täglich bis zu achtzehn Stunden, Hungerlöhne, Vergiftungen und Verkrüppelungen, nicht zuletzt Kinderarbeit.

Harte Zeiten war das frühe Beispiel einer sozial engagierten Literatur, die in Émile Zola, Maxim Gorki und Upton Sinclair weitere wichtige Vertreter fand und bis zu den Industriereportagen von George Orwell und Günter Wallraff reicht. Das großartigste und zugleich entsetzlichste Dokument stammt aus der Feder von Friedrich Engels: Die Lage der arbeitenden Klasse in England, erschienen 1845. Der Autor schilderte mikroskopisch genau die Ausbeutung und Verelendung der Arbeiterschaft und entdeckte, obwohl er sich eines eigentlichen Kommentars enthielt, immer neue Symptome der Unmenschlichkeit.

Informationen

Begrüßung Christine Neuhaus, Hauptbereichsleiterin Förderungen, ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
Lesung Barbara Nüsse und Frank Arnold
Kommentierung Hanjo Kesting
Tickets 10 Euro / ermäßigt 8 Euro

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