Die Unterdrückung der weisen Frauen? Mythen und Wahrheit(en) über die frühneuzeitliche Hexenverfolgungen

Hans Baldung, gen. Grien: Die Hexen, 1510, Staatliche Graphische Sammlung München

SPIEGEL-Gespräch live

Mo, 25.10.2021
20:00 — 22:00 Uhr
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Es ist ein verstörendes Kapitel der europäischen Geschichte: Seit dem frühen 15. Jahrhundert entdeckten die Menschen vermeintliche „Hexen“, Personen, die angeblich mit dem Teufel im Bunde standen, um mit Schadenzauber und magischen Praktiken Unheil anzurichten. In vielen, aber nicht in allen Regionen Europas kam es bis Ende des 18. Jahrhunderts zu Einzelprozessen und Massenverfolgungen. Vermeintliche Hexen wurden denunziert, angeklagt und überwiegend vor weltliche Gerichte gestellt. Tausende Menschen mussten Kerker, Folter, Verurteilung und Hinrichtung erleiden. 

Bis heute halten sich hartnäckig Falschannahmen: So wurden nicht in erster Linie heilkundige Frauen oder gar Hebammen beschuldigt, es traf auch Männer und Kinder. Die Rolle der katholischen Kirche, oft als Hauptschuldige gebrandmarkt, blieb ambivalent. Auch Protestanten gehörten zu eifrigen Hexenverfolgern. Die Hexenverfolgung war auch kein Phänomen des vermeintlich „dunklen“ Mittelalters. 

SPIEGEL-Redakteurin Eva-Maria Schnurr klärt mit der Historikerin Rita Voltmer von der Universität Trier, was die Forschung heute über den frühneuzeitlichen Hexenglauben weiß. Beide erörtern im Gespräch, warum die Verfolgung angeblicher Hexen auch eine Reaktion auf tiefgreifende religiöse, politische und soziale Veränderungen war – und was sich für heute daraus ableiten lässt.

Informationen

Begrüßung Prof. Dr. Andreas Hoffmann, Geschäftsführer des Bucerius Kunst Forums
Gespräch Dr. Eva-Maria Schnurr, Leiterin Ressort Geschichte, DER SPIEGEL mit PD Dr. Rita Voltmer, Universität Trier
Tickets 10 Euro / ermäßigt 8 Euro

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