Der Grosse Rausch. Lust und Sucht im Wandel der Zeit

© Apollonia Bitzan

HörSalon
Dienstag, 14.6.2022
19:00 — 21:00 Uhr

„Rausch“ – nur wenige Begriffe rufen so viele vollkommen unterschiedliche Assoziationen hervor. Wir denken an Euphorie, an Glück, an eine gewaltige Steigerung unserer mittelmäßigen Gefühlslage; aber wir denken auch an das, was allzu oft auf den Rausch folgt: den Katzenjammer, das Elend, schließlich auch die Krankheit. In dieser Verwirrung der Gefühle sendet auch die Politik Signale, die als widersprüchlich empfunden werden können: Zum einen plant die Ampel-Koalition die Legalisierung von Cannabis. Andererseits fordert der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert, dass Bier und Wein nicht mehr an Jugendliche unter 18 verkauft werden dürfen: „Wir müssen zu einem regulierten Umgang mit Tabak und Alkohol kommen.“

Ob wir den Rausch nun erstreben oder ihn fürchten – er ist, so scheint es, aus unserem Leben nicht wegzudenken: „Es ist eine Forderung der Natur“, so Goethe, „dass der Mensch mitunter betäubt werde, ohne zu schlafen; daher der Genuss im Tabakrauchen, Branntweintrinken, Opiaten.“ Wozu genau aber braucht es den Rausch, und was wäre gewonnen, wenn wir auf ihn verzichteten? Was trägt der Rausch bei zu Bitternis und Traurigkeit, was vielleicht auch zu Lebenslust, zu Witz? Geht Rausch auch allein oder nur in Gemeinschaft? Und schließlich: Welchen Ruf und welche Zukunft hat der Rausch überhaupt in einer Zeit, die viele als eher lustfeindlich ansehen?

Darüber sprechen wir mit den Schriftstellern Stefanie Sargnagel und Peter Wawerzinek und dem Direktor des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung in Hamburg, Prof. Dr. Ingo Schäfer.


NDR Kultur zeichnet den Abend auf und strahlt den Mitschnitt voraussichtlich am 18. September 2022 um 20:00 Uhr in der Sendung Sonntagsstudio aus.

Informationen

Begrüßung und Moderation Alexander Solloch, Redakteur bei NDR Kultur
Im Gespräch Stefanie Sargnagel, Schriftstellerin, Peter Wawerzinek, Schriftsteller, Prof. Dr. Ingo Schäfer, Direktor des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung in Hamburg
Tickets Der Eintritt ist frei. Da die Kapazitäten begrenzt sind, bitten wir um Anmeldung unter www.zeit-stiftung.de/hoersalon oder an der Kasse des Bucerius Kunst Forums.

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