Vom Walzwerk zum Serverpark. Das Verschwinden der Arbeit

Diskussion

Mo, 20.9.2021
20:00 — 22:00 Uhr
Online-Tickets

Seit mehr als 150 Jahren sind die Industrialisierung und die Arbeitswelt auch Thema der Kunst: von den stolzen Darstellungen von Industrieanlagen in der Malerei des Realismus bis zur fotografischen Annäherung an deren Untergang bei Bernd und Hilla Becher und ihren Schüler:innen.

Seit der digitalen Revolution in vielen Bereichen der Produktion ist Arbeit in Deutschland zunehmend unsichtbar geworden. Und das liegt nicht allein an der Digitalisierung, sondern vor allem daran, dass Dienstleistung und Entwicklung inzwischen wichtiger zu sein scheinen als die klassische Produktion. Das klassische Arbeiter:innen- oder Angestellt:innenverhältnis ist ohnehin schon seit langem nicht mehr das einzige Modell. Trotzdem definiert sich Existenz in der postmodernen Gesellschaft bis heute über Erwerbstätigkeit. Sie ist Maßstab für Anerkennung, Status und Beurteilung: „Was machen Sie denn beruflich?“ ist gegenüber fremden Personen in aller Regel eine der ersten Fragen. 

Was sagt dieses Festhalten am tradierten Bild von Arbeit, das die Kunst so lange vermittelt hat, über unsere Gegenwart aus? Und lässt zum Beispiel die seit einiger Zeit geführte Debatte über eine bedingungslose Grundsicherung neue Aspekte des Arbeitens aufkommen?

Informationen

Begrüßung Dr. Kathrin Baumstark, künstlerische Leiterin des Bucerius Kunst Forums
Im Gespräch Timm Rautert, Fotograf und Prof. Dr. Judith Simon, Philosophin und Mitglied des Deutschen Ethikrats
Moderation Stefan Koldehoff, Deutschlandfunk, Köln
Tickets 10 Euro / ermäßigt 8 Euro

Aktuelle Hinweise

Entsprechend dem aktuellen Infektionsgeschehen kann es zu kurzfristigen Einschränkungen, Digitalisierungen oder Absagen von Veranstaltungen kommen. Für größtmögliche Flexibilität erhalten Sie von uns bereits mit der Ticketbuchung Zugangsdaten für eine digitale Veranstaltungsabwicklung. Dazu nutzt das Bucerius Kunst Forum die Software Zoom. Bitte informieren Sie sich auf unserer Website kurzfristig über mögliche Änderungen.

Bitte beachten Sie, dass Veranstalter:innen nach der geltenden Hamburgischen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung dazu verpflichtet sind, die Kontaktdaten aller Teilnehmer:innen zur Nachverfolgbarkeit von möglichen Infektionsketten zu erheben. Die Kontaktdaten sind der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen und werden nach Ablauf einer vierwöchigen Aufbewahrungsfrist vernichtet. Das Bucerius Kunst Forum erhebt Ihre Daten unmittelbar vor Beginn einer Präsenzveranstaltung.

Bitte beachten Sie, dass nach der geltenden Hamburgischen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung der Einlass zu den Veranstaltungen des Bucerius Kunst Forums nur mit Vorlage eines negativen Coronavirus-Testnachweises nach § 9 (9) gewährt werden kann. Für den Ausstellungsbesuch ist ein negativer Testnachweis gegenwärtig nicht notwendig.

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