Die neuen Bilder des Augustus

Kopf des Augustus mit Bürgerkrone im Typus Primaporta, claudische Replik (um 40 n. Chr.) eines Vorbilds um 27 v. Chr., Marmor, München, Glyptothek, Inv. GL 350A


Thursday, 18.11.2021
9:00 am — 8:00 pm

Note on events in German language
Accompanying the current exhibition, you can expect diverse and interesting events. In addition to exhibition-related events such as guided tours with the curators, lectures, studio courses for children and our series Introduction to the Exhibition, the programme also includes series of events organised by the ZEIT-Stiftung, such as the literature series Literatur zur Lage. Most of the events are held in German.
Click here for the entire programme (in German).

Augustus markiert einen Wendepunkt in der römischen Geschichte. Als erster Kaiser (27 v. Chr. bis 14 n. Chr.) besitzt er nicht nur eine immense Macht, sondern bedient sich auch neuartiger Kommunikationsstrategien. Die Ausstellung und das vorbereitende Symposium diskutieren die Bilder und Monumente dieser Zeit. Einerseits stehen diese in einer republikanischen Tradition, andererseits sind sie insbesondere im politisch-öffentlichen Kontext auf die neuen Aussagebedürfnisse zugeschnitten.

Ehrenstatuen, Staatsreliefs und Münzen mit dem Bild des Kaisers sind in einer bis dahin unvorstellbaren Dichte im Reich präsent. Öffentliche Bildwerke greifen vielfach auf traditionelle Motive zurück, deren Stärke in ihrer Offenheit liegt. Bukolische Ranken etwa können als Verweis auf das goldene Zeitalter, aber auch allgemeiner als Ausdruck von Glück aufgefasst werden.

Mit Augustus setzt in Rom eine immense Bauaktivität ein. Die Kapitale erhält ein neues Stadtbild, die Neubauten werden zum Träger einer Vielzahl von Bildern. Archaistische Statuen schaffen im Apollonheiligtum auf dem Palatin eine sakrale Atmosphäre, während für den Larenkult, der sich mit dem Kult für den Genius des Kaisers verbindet, eine neue Ikonografie entwickelt wird.

Besonders deutlich zeigt sich die neue Lust am Bild zu Beginn der Kaiserzeit im privaten Bereich. Neben den Malereien des dritten Stils gilt dies für die Skulpturen, marmorne Dreifüße und Kandelaber, welche die Gärten der Reichen bevölkerten. Auch das Tafelgeschirr wurde als Bildträger entdeckt. Die Themen kreisen um die Welt des Bacchus und der Venus und sind von der öffentlich-politischen Bildkultur weit entfernt.

Information

Begrüßung Prof. Dr. Andreas Hoffmann, Geschäftsführer des Bucerius Kunst Forums und Kurator der Ausstellung
Tickets 10 Euro / ermäßigt 8 Euro / Freitickets für Studierende (inkl. Kaffee und Kuchen)

Aktuelle Hinweise

Das Symposium wird in deutscher und italienischer Sprache mit Simultanübersetzung in die jeweils andere Sprache abgehalten.

Entsprechend dem aktuellen Infektionsgeschehen kann es zu kurzfristigen Einschränkungen, Digitalisierungen oder Absagen von Veranstaltungen kommen. Für größtmögliche Flexibilität erhalten Sie von uns bereits mit der Ticketbuchung Zugangsdaten für eine digitale Veranstaltungsabwicklung. Dazu nutzt das Bucerius Kunst Forum die Software Zoom. Bitte informieren Sie sich auf unserer Website kurzfristig über mögliche Änderungen.

Bitte beachten Sie, dass Veranstalter:innen nach der geltenden Hamburgischen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung dazu verpflichtet sind, die Kontaktdaten aller Teilnehmer:innen zur Nachverfolgbarkeit von möglichen Infektionsketten zu erheben. Die Kontaktdaten sind der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen und werden nach Ablauf einer vierwöchigen Aufbewahrungsfrist vernichtet. Das Bucerius Kunst Forum erhebt Ihre Daten unmittelbar vor Beginn einer Präsenzveranstaltung.

Bitte beachten Sie, dass nach aktuellem Stand ein negativer Coronatest, Impfnachweis oder Genesungsnachweis für unsere analogen Veranstaltungen erforderlich ist. Hierfür darf ein PCR-Test maximal 48 Stunden, ein Schnelltest maximal 24 Stunden alt sein. Bitte bringen Sie einen der genannten Nachweise sowie einen gültigen Lichtbildausweis zum Einlass mit. Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahrs sind von der Erbringung eines Testnachweises befreit. Die Nutzung eines Coronavirus-Testnachweises, Impf- oder Genesungsnachweises ist bei bestehender Symptomatik oder Infektion nicht zugelassen und führt zum Ausschluss von der Veranstaltung.

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