Ausstellung

Cuno Amiet (1868-1961): Der gelbe Hügel, 1903, Kunstmuseum Solothurn, Dübi-Müller-Stiftung, © M. und D. Thalmann, CH-3360 Herzogenbuchsee / © Kunstmuseum Solothurn

Der gelbe Hügel

In dem monochromen, flächigen Berg und dem planen blauen Himmel findet Amiet zu einer radikalen Abstraktion. Er wendet sich von Hodlers Stil ab und greift auf die Ausdrucksformen zurück, die er 1892/93 während seiner Zeit in der bretonischen Künstlerkolonie Pont-Aven entwickelt hatte. Seine Malweise konzentriert sich rein auf Farbwerte.

Während Hodler ein naturgetreues Kolorit verwendete, das weniger die Form betont, ist Amiets unnatürliche Farbkombination von Gelb und Rosa äußerst gewagt. Die starke formale Vereinfachung des Berges zeigt die Freude am Experimentieren mit kühnen malerischen Ausdrucksmitteln.