Ausstellung

Ferdinand Hodler (1853-1918): Der Frühling III, 1907, Privatsammlung Schweiz, © SIK-ISEA, Zürich

Der Frühling III

Hier löst Hodler die Blumenwiese in eine Fläche aus gelben Tupfen auf. Diese lehnen sich an die Farbexperimente an, die Amiet in seinen abstrahierenden Darstellungen von Löwenzahnwiesen in der Werkgruppe Die gelben Mädchen durchführte.

Hodlers Sohn Hector verkörpert als nackter Jüngling den Genius des Malers und ist Projektionsfläche für seine künstlerische Hoffnung. Während der selbstbewusst aus dem Bild Schauende mit seiner abgeknickten Hand auf sich selbst deutet und damit auf den Künstler zu verweisen scheint, könnte das Mädchen nicht nur seine Muse, sondern auch die Gesellschaft versinnbildlichen, die sich bewundernd und bezaubert dem idealisierten Künstler zuwendet.