Ausstellung

Cuno Amiet (1868-1961): Die gelben Mädchen, 1931, Kunstmuseum Bern, © M. und D. Thalmann, CH-3360 Herzogenbuchsee / © Kunstmuseum Bern

Die gelben Mädchen

Mit der Bildfolge Die gelben Mädchen reagierte Amiet auf Hodlers Frühling. Zwei Mädchen sitzen auf einer Wiese mit Löwenzahnblüten. Im Gegensatz zu Hodler geht es Amiet jedoch nicht um die Darstellung einer programmatischen Idee. Vielmehr nimmt er das Motiv zum Anlass für die Präsentation seiner auf Farbwerte konzentrierten Malerei, mit der er sich ab 1905 von Hodlers Kunst abgrenzt. 

Der flächige Gesamteindruck entsteht durch die fast monochrome Farbgebung. Im Hintergrund stoßen die gelben Farbtupfen aneinander und wirken wie ein gelber Teppich, der nur punktuell aufgebrochen wird. Die Haut der Mädchen ist kaum heller als das Gelb der Blüten, die sie umgeben. Akzente setzt Amiet lediglich mit den roten Mündern, dem braunen Haar und der dunkelblauen Schleife.