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Bridging the Gap

20. Juni 2017 20:00 - 22:00 Uhr

Der Nationalstaat: für Israel überlebenswichtig, für Deutschland ein Rückschritt?

Kurzvortrag: Prof. Dr. Fania Oz-Salzberger, Professorin für Geschichte an der Universität Haifa, Direktorin des Paideia European Institute for Jewish Studies in Stockholm und Tochter von Amos Oz; Anschließend Diskussion mit Dr. Sylke Tempel, Chefredakteurin der Zeitschrift Internationale Politik und des Berlin Policy Journal, beide herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V., und Dr. Rafael Seligmann, Publizist und Herausgeber der Jewish Voice from Germany;

Moderation: Sonja Lahnstein-Kandel, Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Israel Museums e.V.

Der israelische Nationalstaat. Politische, verfassungsrechtliche und kulturelle Herausforderungen, lautet der Titel des von Prof. Dr. Fania Oz-Salzberger mitherausgegebenen aktuellen Sammelbands, der die Grundlage dieser Dialogveranstaltung bildet.

Mit der UN Resolution 181 aus dem Jahre 1947 wurde die Voraussetzung für die Gründung eines jüdischen Staates in Palästina geschaffen. Auf dieser Basis wurde ein Jahr später der Staat Israel als demokratischer und zugleich einziger jüdischer Staat der Welt gegründet. Auch wenn Israel inzwischen eines der multikulturellsten Länder der Welt ist, bleibt das Konzept des Nationalstaats bis heute raison d’être. Die Bundesrepublik Deutschland versteht sich heute vor allem auch als unabdingbar in der Europäischen Union verankert. In diesen kritischen Umbruchzeiten wird dabei kaum etwas intensiver diskutiert als die Frage, welches Europa wir wollen. Liegt die europäische Zukunft gerade in der Überwindung des Nationalstaates oder müssen wir zur Rettung Europas einen Schritt zurück in Richtung einer loseren Gemeinschaft von Nationalstaaten gehen, um Demokratie und Souveränität zu bewahren?

In Kooperation mit dem Deutschen Fördererkreis der Universität Haifa e. V.

Freier Eintritt


© Ulrich Perrey