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Greco, Velázquez, Goya. Spanische Malerei aus deutschen Sammlungen

28. Mai 2005 - 21. August 2005

Die spanische Malerei zählt zu den glanzvollsten Leistungen europäischer Kunst. Erstmals gibt eine Ausstellung einen Überblick über die bedeutenden Bestände deutscher Museen und aus Privatbesitz. Seit dem 17. Jahrhundert gelangte eine große Anzahl von Schlüsselwerken spanischer Künstler nach Dresden, München, Berlin und in andere wichtige Sammlungen. Geschmack und Kunstverständnis des 18. bis 20. Jahrhunderts spiegeln sich in ihnen.

Die Ausstellung umspannt die Höhepunkte der spanischen Kunst vom 15. bis ins 19. Jahrhundert: Am Anfang stehen die Gemälde der spätmittelalterlichen, aragonesischen und katalanischen Meister. Der mystische Realismus der Christus- und Madonnendarstellungen von Luis de Morales leitet zu El Greco über. Dessen einzigartige, die Moderne anregende Sonderform des Manierismus blieb bis heute ohne Gleichen. Die Blütezeit des spanischen Barock mit seinen wichtigsten Zentren Madrid und Sevilla repräsentieren Hauptwerke von Ribera, Velázquez, Zurbarán und Murillo. Das spanische Stillleben ist durch die herb-sinnlichen Bilder von Luis Meléndez vertreten.

Den Abschluss bildet Goya mit seinen veristischen Portraits und düsteren Szenen aus dem spanischen Bürgerkrieg.

Die strenge Gläubigkeit der Zeit der Gegenreformation, die Intensität der spanischen Portraitmalerei, aber auch die Alltagsnähe der religiösen Darstellungen sowie die Intimität und technische Brillanz der Stilllebenmalerei stellen ein vielfältiges Bild Spaniens und seiner Kunst vor Augen.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Experten für spanische Malerei, Matthias Weniger, und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister. Sie wird im Anschluss dort und danach im Szépmüvészeti Múzeum in Budapest gezeigt.

El Greco (Domenikos Theotokopoulos, 1541–1614), Christus am Ölberg, 1610–1612, Öl auf Leinwand, Szépmüvészeti Múzeum, Budapest © Szépmüvészeti Múzeum, Budapest