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![]() | 26 Marc Chagall Lebenslinien 8.10.2010 – 16.1.2011 | Die Ausstellung Marc Chagall. Lebenslinien präsentiert erstmals in Deutschland die Sammlung des Israel Museums in Jerusalem. Die Ausstellung geht der Frage nach, wie persönliche Erlebnisse und Erfahrungen in Chagalls Kunst Eingang gefunden haben. Sie gliedert sich in mehrere biographische Schwerpunkte, denen jeweils ein Raum gewidmet wird: Im Zentrum der Ausstellung steht Chagalls Leben prägende Liebe zu seiner Frau Bella. Darum gruppieren sich Räume mit Selbstbildnissen und Portraits, mit Szenen aus dem jüdischen Shtetl Witebsk. Ein besonderer Fokus liegt auf Gemälden, Zeichnungen und graphischen Werken, in denen sich Chagall mit der Rolle des Künstlers auseinandergesetzt hat und die Einblick in sein Selbstverständnis geben. Das letzte Kapitel widmet sich der jüdischen Religion und Geschichte in Chagalls Werk. Es thematisiert seine Auseinandersetzung mit der Bibel und seine Reaktion auf den Holocaust. | ![]() | 27 Gerhard Richter Bilder einer Epoche 5.2. – 15.5.2011 | Als Gerhard Richter, heute international hochgeschätzt wie kaum ein anderer Künstler, Anfang der sechziger Jahre in den Westen übersiedelte, begann er, die für ihn neue Welt zu vergegenwärtigen: in großformatig gemalten Photos. Heute ist in der Gesamtheit dieser Werke das Bild einer Epoche zu entdecken. Die Ausstellung versammelt rund vierzig dieser Werke und ermöglicht einen neuen Blick auf die ganze Komplexität der Richter’schen Bildwelt, in der sich das Banale und das Böse begegnen: die Träume und die Sehnsüchte der Zeit, wie die schnellen Autos und das neue Reisen, die persönlichen Erinnerungen, die beklemmende Vergangenheit, die aktuelle Politik und die trivialen, gleichwohl vielsagenden Gebrauchsgegenstände des Alltags, wie ein Wäschetrockner oder ein falscher Kronleuchter. Zum Verständnis der Erinnerungsqualität der Bilder aus den sechziger Jahren ist der Zyklus 18. Oktober 1977 (1988) zum Tod der RAF-Mitglieder von zentraler Bedeutung. Als Leihgabe des New Yorker MoMA bildet er den Höhepunkt der Aussstellung. | ![]() | 28 William Turner Maler der Elemente 2.6. – 11.9.2011 | William Turner galt schon seinen Zeitgenossen als „Maler der Elemente“. Er kombinierte in seinen Landschaftsmalereien Feuer, Wasser, Luft und Erde auf neue Weise und erforschte intensiv ihre Beziehung zueinander. Die lebenslange Beobachtung der Natur verlieh ihm fundierte Kenntnisse über ihr Wirken und die Fusion der Elemente, die ihn mehr und mehr faszinierte. Turners Vision der Elemente, die durch Energie miteinander verschmelzen, war eng mit den zeitgenössischen Forschungen in den Naturwissenschaften verbunden. Die Ausstellung versammelt etwa 85 Werke aus der Tate Gallery London und weiteren britischen sowie amerikanischen Sammlungen. Die fünf Themenbereiche Feuer, Wasser, Luft, Erde und Fusion veranschaulichen die über Jahre andauernde Entwicklung von Turners Landschaftsmalerei und zeigen, wie seine Maltechnik, in der die Formen wie die Elemente miteinander verschmelzen, durch die Erkenntnisse in den Naturwissenschaften beeinflusst wurde. Die vom Bucerius Kunst Forum konzipierte Ausstellung wird nach dem Auftakt in Hamburg im Nationalmuseum Krakau und im neu eröffneten Turner Contemporary im englischen Margate gezeigt. |



