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Malerei für die Ewigkeit.
Die Gräber von Paestum
13.10.2007 bis 20.1.2008


Exponate
Ausstellungsraum


Grab der Schecken
Männergrab, um 340 v. Chr.
115x81 cm
© Bucerius Kunst Forum
Photo: Christoph Irrgang, Hamburg



Grab des Schwarzen Ritters
Frauengrab, um 340 v. Chr
147 x 105 cm
© Bucerius Kunst Forum
Photo: Christoph Irrgang, Hamburg




Grab der Schecken
Männergrab, um 340 v. Chr.
65 x 153 cm
© Bucerius Kunst Forum
Photo: Christoph Irrgang, Hamburg



Giovanni Battista Piranesi
Der Poseidontempel aus nordöstlicher Richtung mit der
Basilika
Vorzeichnung
50,2 x 69,3 cm
John Soane’s Museum, London



Grab der großen Toten (Detail)
Wohl Frauengrab, um 320 v. Chr.
81 x 220 cm
© Bucerius Kunst Forum
Photo: Christoph Irrgang, Hamburg




Die Malerei der Antike gehört zu den faszinierendsten und geheimnisvollsten Themen der europäischen Kunstgeschichte. In Paestum, südlich von Pompeji, hat sich mit den Gräbern der Lukaner ein reicher Schatz erhalten, der nun erstmals in einer Ausstellung vorgestellt wird.
Im 5. Jahrhundert v. Chr. besiedelte der italische Stamm die Stadt der berühmten griechischen Tempel. Wie in allen antiken Hochkulturen spielte das Totengedenken auch für sie eine wichtige Rolle. Doch im Unterschied zu den Pyramiden der Pharaonen, den Grabstelen der Griechen und römischen Sarkophagen waren ihre Gräber nicht für die Nachwelt gedacht. Sie wurden gleich nach der Bestattung für immer verschlossen. Die Bilder sollten die Verstorbenen auf ihrem Weg ins Jenseits begleiten. Die Gräber wurden aus vier einzelnen Steinplatten zusammengesetzt, die jetzt zum ersten Mal nach ihrer Ausgrabung wieder aufgestellt werden. Die Präsentation in Form einer Nekropole lässt die antike Lebenswirklichkeit anschaulich werden.


Die bemalten Grabplatten zeigen Totenriten und Szenen des aristokratischen Lebens. Während Frauengräber die Aufbahrung darstellen, feierte man in Männergräbern die Verstorbenen als siegreiche Kämpfer: Totenfestspiele mit Wagenrennen, Lanzenstechen und Faustkämpfen, bei denen reichlich Blut floss. Die Wertschätzung der Angehörigen drückt sich auch in den kostbaren Grabbeigaben aus, die sie dem Verstorbenen mit auf die letzte Reise gaben.
Die weltberühmte Tempellandschaft von Paestum wird durch die späte Entdeckung der Gräber in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts um ein bedeutendes Kulturerbe erweitert.
Der Rezeption der Tempel in den  bildenden Künsten widmet sich der zweite Teil der Ausstellung mit Gemälden, Zeichnungen und Aquarellen des 18. und 19. Jahrhunderts, darunter wertvolle Zeichnungen, die Piranesi kurz vor seinem Tod in Paestum angefertigt hat.