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Tomba degli Auguri
Figurenbild eines Klagenden
Tarquinia, 530 – 520 v. Chr.
Faksimile von R. Roscani, C. Taddei
©Photo:
Sergio Galeotti

Exponate

Die Malereien des "Grabes der Auguren" führen blutige Kampf- und athletischen Sportspiele vor Augen, die die Etrusker aus Anlass der Totenfeier abhielten. Das Grab wurde am 12. April 1878 in der Monterozzi-Nekropole von Tarquinia entdeckt.
Ein Mann hebt die eine Hand zu einem letzten Gruß, mit der anderen schlägt er sich in Trauer an die Stirn. Ein zweiter Mann ihm gegenüber wiederholt diese in der Antike weithin verbreitete Klagegeste. Beide Trauernden flankieren eine Scheintür an der Rückwand des Grabes, hinter der der Aufenthaltsbereich des Verstorbenen liegt. Lebende können nicht durch diese Tür schreiten, wohl aber die Seelen der Toten, die einst in der Kammer aufgebahrt waren.

Die dargestellten Wettkämpfe der Tomba degli Auguri zeigen erschreckende Szenen, in denen sich Leben und Tod ständig berühren. Mal kämpfen nackte Ringer um prachtvolle Bronzegefäße, begleitet von Schiedsrichtern mit Krummstäben. An anderer Stelle hetzt ein Maskierter, Phersu genannt, einen Hund auf einen Flüchtenden, dem jedoch die Augen verdeckt sind.