Rubens, van Dyck, Jordaens
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![]() | LiteraturCafé im Bucerius Kunst Forum Die Welt in Antwerpen. Gesichter und Identitäten einer frühneuzeitlichen Handelsstadt Mittwoch, 18. August 2010, 20 Uhr mit Friedhelm Ptok (Lesung) und Prof. Dr. Christiane Göttler (Kommentierung) Im 16. Jahrhundert war Antwerpen, die Stadt an der Schelde, die reichste und mächtigste Handelsstadt Europas. Der berühmte Kaufmann und Humanist aus Florenz Lodovico Guicciardini nannte Antwerpen 1567 in seiner Beschreibung der Niederlande die „schönste Stadt der Welt“. Auch in den Augen eines Florentiners hatten demnach ihr Reichtum und ihre Pracht Florenz, die Stadt am Arno, inzwischen übertroffen. Als besonders bewundernswürdig hob Guicciardini das Gemisch von Nationen, Sprachen, Sitten und Gebräuchen hervor, das sich an einem einzigen Ort beobachten ließ: Wegen der zahlreichen Fremden gebe es in Antwerpen immer Neues aus der ganzen Welt, gebe es die Welt in Antwerpen. Zahlreiche Berichte der Kaufleute und Gelehrten aus aller Herren Länder, viele Verse einheimischer und zugereister Dichter singen bildhaft das Lob von Antwerpen. Das LiteraturCafé lässt die Welt der Kaufleute und Bankiers in Börsen und Handelshäusern, der Humanisten und Maler in Gelehrtenstuben und Ateliers in zeitgenössischen Texten literarisch auferstehen. Lebensvoll und dicht schildern sie die einzigartige kosmopolitische Atmosphäre Antwerpens, in der sich eine künstlerische Blüte von besonderer Üppigkeit entwickelte, die bis ins 17. Jahrhundert zu Rubens, van Dyck und Jordaens reichte. |

