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Publikationen
05
Die Etrusker
Bilder vom Diesseits-
Bilder vom Tod
13.02.-16.05.2004


Ausstellungstext
Ausstellungsraum

Tomba del Citaredo
Tänzer der rechten Seitenwand
Tarquinia,
490 – 480 v. Chr.
Rekonstruktion von
R. Roscani, C. Taddei
©Photo: Sergio Galeotti

Tomba della Caccia e Pesca
Bootsszene
Tarquinia, 520 – 510 v. Chr.
Faksimile von
R. Roscani, C. Taddei
©Photo:
Sergio Galeotti

Tomba degli Auguri
Figurenbild eines Klagenden
Tarquinia, 530 – 520 v. Chr.
Faksimile von R. Roscani, C. Taddei
©Photo:
Sergio Galeotti

Tomba François
Vel Saties und Arnza
Vulci, 320 – 310 v. Chr.
Fürst Alessandro Torlonia,
Villa Albani, Rom
©Photo:
Araldo de Luca
05
Die Etrusker
Bilder vom Diesseits-
Bilder vom Tod
13.02.-16.05.2004


Exponate
Ausstellungsraum
Wohl kaum ein Volk der Antike ist bis heute so geheimnisvoll geblieben wie die Etrusker. Obwohl sie vom 8. bis 1. Jahrhundert vor Christus große Teile Mittelitaliens beherrschten, galten die Spuren ihrer Kultur bis vor kurzem als fast vollständig verschwunden. Seit Entdeckung der Grabkammern im 19. Jahrhundert versuchen Forscher, die Spuren dieses rätselhaften Volkes zu verfolgen. Die Nekropolen sind mit ihren Malereien und Totengaben dabei die wichtigsten Quellen. Die Malereien spiegeln den ausgeprägten etruskischen Totenkult wider: Sie zeigen Jagden, fröhliche Feste und Wettkämpfe – Teile eines Puzzles, aus dem die Wissenschaft ein Bild des Alltagslebens der Etrusker zusammensetzt.
In der gemeinsamen Ausstellung mit dem Museum für Kunst und Gewerbe zeigt das Bucerius Kunst Forum nicht nur eine einmalige Zusammenstellung der originalen Grabmalereien, sondern zeichnet mit Faksimiles auch die Fortschritte der archäologischen Forschung auf. Sechs vollständig ausgemalte Gräber, darunter drei Originale und drei Rekonstruktionen, zeigen etruskische Malerei in einem Umfang, wie sie außerhalb des Gräberfeldes von Tarquinia noch nie zuvor zu sehen war – Bilder vom Diesseits – Bilder vom Tod.

Einen Höhepunkt stellt die berühmte Tomba François dar, die mit Unterstützung der ZEIT-Stiftung aufwendig restauriert wurde. Seit dem Jahr 1853 wurde dieses Grab nur in einzelnen Teilen gezeigt. Die Darstellungen der vielfigurigen Szenen in den drei zusammengehörigen Kammern geben Einblick in den Machtkampf zwischen Etrurien und Rom.
Die Ausstellung wurde von Prof. Dr. Bernard Andreae, ehemaliger Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom, in Zusammenarbeit mit Dr. Cornelia Weber-Lehmann, Kustodin der Antikensammlung der Universität Bochum, konzipiert und wissenschaftlich begleitet.