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Tomba del Citaredo
Tänzer der rechten Seitenwand
Tarquinia, 490 – 480 v. Chr.
Rekonstruktion von R. Roscani, C. Taddei
©Photo:
Sergio Galeotti

Exponate
Die Tomba del Citaredo, das Grab des Kitharaspielers, ist eine der außergewöhnlichsten Grabkammern der Ausstellung. Im März 1863 in der Monterozzi-Nekropole von Tarquinia entdeckt, ist es seit 1888 nicht mehr auffindbar. Einzig die Pausen und Aquarelle, die der Zeichner Gregorio Mariani kurz nach der Öffnung des Grabes unter Angabe der verwendeten Farben angefertigt hatte, blieben im Deutsches Archäologischen Institut von Rom erhalten. Die Werkstatt Roscani in Viterbo übertrug in der alten Freskotechnik die Transparentzeichnungen von 1862 auf mit Tuffstein beschichtete Wände. So konnte das Grab und seine Malereien als Faksimile wieder auferstehen.
Die griechische Vorstellung eines Elysiums spiegelt sich in einem Freudenfest, während auf der Rückwand des Grabes zwei Türen den Eingang zum Jenseits zeigen. Kopf und Beine der tanzenden und musizierenden Menschen sind verdreht, Doppelflöte und Kithara lassen Musik erklingen. Das Band der bewegten Figuren zeigt auf der einen Seite die Männer, auf der anderen die Frauen.