Druckversion Bucerius Kunst Forum
Bucerius Kunst Club
Informationen
Aktuelles
Ausstellungen
Veranstaltungen
Junge Leute
Partner und Förderer
Presse
Kontakt
Newsletter

Aktuell
Vorschau
Archiv 2010
Täuschend echt

Archiv 2009
Archiv 2008
Archiv 2007
Archiv 2006
Archiv 2005
Archiv 2004
Archiv 2003
Archiv 2002
Publikationen
Täuschend echt
Illusion und Wirklichkeit in der Kunst

13.2.-24.5.2010


Ausstellungstext
Ausstellungsraum

Pere Borrell del Caso
Flucht vor der Kritik, 1874
Madrid, Banco de España


Meister der Romanzenhandschrift
Di Paolo e Daria amanti
Ende 15. Jhd.
Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin

Italienisch?
Marmorfrüchte, spätes 16. Jhd.
Wien, Kunsthistorisches Museum,
Schloß Ambrass

Samuel van Hoogstraten
"Augenbetrüger"-Stillleben, 1666/78
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Gerhard Richter
Blattecke, 1967
Museum Kurhaus Kleve,
Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V.
(c) Gerhard Richter
Photo: Museum Kurhaus Kleve
(A. Gossens)
Täuschend echt
Illusion und Wirklichkeit in der Kunst

13.2.-24.5.2010


Exponate
Ausstellungsraum
Können Bilder trügen? Die Gattung des Trompe-l’œil beantwortet die Frage mit einem eindeutigen Ja und treibt sie auf die Spitze einer Darstellungskunst, die sich listenreich und lustvoll dem Augentrug verschrieben hat. Doch es geht bei dieser visuellen Strategie nicht nur um die Irritation der Wahrnehmung, sondern zugleich um die gedankenreiche Reflexion des Status von Bildern als sinnlichen Medien der Erkenntnis. Der Betrachter soll durch Zeichnungen, Gemälde oder Skulpturen an den äußersten Punkt der Sinnestäuschung geleitet werden, so dass er für einen wirklichen Gegenstand hält, was ihm doch nur als Darstellung gegenüber steht. Diese künstlerische Strategie der mimetisch-illusionistischen Nachahmung der äußeren Natur wurde bereits im Altertum entwickelt und steht bis in die Gegenwart hoch im Kurs.

Die Ausstellung Täuschend echt. Illusion und Wirklichkeit in der Kunst, betreut von Bärbel Hedinger als Gastkuratorin, bietet einen gerafften historischen Überblick von der Antike bis heute. Rund achtzig Werke aus deutschen und internationalen Sammlungen repräsentieren das vielfältige Spektrum dieser wundersamen Kunst stupender Verblüffung, darunter neben antiken Mosaiken, mittelalterlichen Handschriften und Naturabgüssen auch die berühmten „Augentäuscher“-Gemälde des 17. Jahrhunderts von Samuel van Hoogstraten oder Cornelisz Gijsbrechts. Gezeigt werden darüber hinaus Werke unter anderem von Lucas Cranach, Peter Paul Rubens und Jean-Baptiste Siméon Chardin, Gemälde und Skulpturen von Pop Art-Künstlern wie Andy Warhol und Jasper Johns sowie Photographien von Thomas Demand und Skulpturen und Installationen von Peter Fischli/David Weiss und Christian Jankowski.

Die Ausstellung wird gefördert von ExxonMobil.