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Sitzende Buddhas, Bezeklik Tempel 19 9. Jh. n. Chr. Wandmalerei 67 x 72 cm Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Indische Kunst Exponate |
Sitzende Buddhas Die Oase von Turfan im Osten der nördlichen Seidenstraße zählte zu den ersten Zielen von Wissenschaftler aus dem Museum für Völkerkunde in Berlin. Unter Leitung des Indologen Albert Grünwedel kam es zwischen 1902 und 1914 zu vier Expeditionen. Die Berliner Wissenschaftler entdeckten in den Ruinenstätten der zentralasiatischen Wüste Taklamakan eine Vielzahl von Wandmalereien und Skulpturen, die eine frühere buddhistische Kultur in Zentralasien bezeugten. Die Ausstellung zeigt einige der schönsten Wandmalereien aus den Höhlenanlagen und Tempeln, von denen viele seit ihrer Entdeckung nicht mehr zu sehen waren. Zu den spektakulärsten Ausgrabungsorten dieser Expeditionen gehören die über hundert Tempel von Bezeklik unweit der Oase Turfan. Diese Wandmalereien zeichnen sich durch ihre reiche Farbenpracht und den lebendigen Ausdruck aus. Neben den feinen Linien für Gesicht und Hände und der besonderen Harmonie der Farben ist diese im chinesischen Stil gefertigte Malerei vom ostasiatischen und tibetischen Stil beeinflusst. Hierauf weisen die juwelenbesetzten Baldachine und symbolische Flammen hin. Die fast identischen Buddhabilder setzten sich zu beiden Seiten fort - bald die Geste der Meditation, bald die dozierende erhobene Hand zeigend. |

