Ausstellung

Pieter van der Heyden (1530–1572) nach Pieter Bruegel d. Ä. (1525–1569): Desidia – Die Trägheit, aus der Serie "Die sieben Todsünden", 1558, Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Pieter van der Heyden (1530–1572) nach Pieter Bruegel d. Ä. (1525–1569): Desidia – Die Trägheit, aus der Serie "Die sieben Todsünden"

In Entgegensetzung zu den Tugenden katalogisieren die sieben Todsünden menschliche Schwächen und Laster, die zu Verdammnis und Höllenstrafen führen.
Bei dem Blatt Desidia – Die Trägheit schläft die personifizierte Sünde, gestützt auf einen Esel. Dieser galt, ebenso wie die Schnecken, als faules Tier. Ein wolfartiges Monster reicht Desidia ein Kissen in Form einer weiblichen Brust. Dies verweist auf die Sünde der Wollust. Diese kann aus Trägheit erwachsen. Allerlei boscheske Monster bevölkern die Landschaft und gehen sonderbaren Beschäftigungen nach. Die Uhr im Bildhintergrund mit einem menschlichen Arm als Zeiger weist auf 5 vor 12.