Verkehrte Welt. Das Jahrhundert von Hieronymus Bosch

Verkehrte Welt. Das Jahrhundert von Hieronymus Bosch

4. Juni 2016 - 11. September 2016

Mit phantastischen Szenerien der Hölle und drastischen Schilderungen des Sündhaften prägte Hieronymus Bosch die nachfolgende Künstlergeneration. Zu seinem 500. Todesjahr zeigt das Bucerius Kunst Forum die enorme Reichweite seiner Themen und Bildfindungen in der niederländischen Kunst des 16. Jahrhunderts.

Die nach Entwürfen von Hieronymus Bosch oder Pieter Bruegel d.Ä. geschaffenen Kupferstiche zeigen die irrwitzigen Monster der Unterwelt, illustrieren Sprichwörter und ironisieren menschliche Dummheiten. Als um 1600 die Angst vor Verdammnis und Hölle nachlässt, richten sich die moralisierenden Szenen auf das Diesseits, und die erschreckenden Mischwesen wandeln sich zu unterhaltsamen Grotesken. 

Gezeigt werden rund 90 Arbeiten von Künstlern, die Boschs Bildsprache aufgriffen, weiterentwickelten und über die Druckgraphik verbreiteten.

In Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft I.E. Monique van Daalen, Botschafterin des Königreichs der Niederlande in Deutschland.


Photo: Philips Galle: Kopf eines Narren (Detail), um 1560, Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Hendrik Hondius (1573–1650): Hieronymus Bosch, aus der Serie "Pictorum aliquot celebrium praecipué Germaniae inferioris effigies"Pieter van der Heyden (1530–1572) nach Hieronymus Bosch (um 1450–1516): Die blaue SchuteHieronymus Bosch (um 1450–1516), Nachfolger: Christus im LimbusPieter van der Heyden (1530–1572) nach Pieter Bruegel d. Ä. (1525–1569): Desidia – Die Trägheit, aus der Serie "Die sieben Todsünden"Pieter van der Heyden (1530–1572) nach Pieter Bruegel d. Ä. (1525–1569): Ira – Der Zorn, aus der Serie "Die sieben Todsünden"Pieter van der Heyden (1530–1572) nach Pieter Bruegel d. Ä. (1525–1569): Das Jüngste GerichtJan Mandyn (1502 – um 1560): Die Verspottung des Hiob, 16. JahrhundertPieter van der Heyden (1530–1572) nach Pieter Bruegel d. Ä. (1525–1569): Die großen Fische fressen die kleinenPieter van der Heyden (1530–1572), zugeschrieben, nach Pieter Bruegel d. Ä.  (1525–1569): Das Schlaraffenland, nach 1570 (?)
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