Ausstellung

Neue Welt. Die Erfindung der amerikanischen Malerei

24. Februar 2007 - 28. Mai 2007

Amerikanische Kunst vor Edward Hopper - schon mal gesehen?

Während die jüngere Kunst der USA in Deutschland bestens vertreten ist, haben amerikanische Kunstwerke des 19. und frühen 20. Jahrhunderts hierzulande Seltenheitswert. Darum zeigt das Bucerius Kunst Forum in den Jahren 2007 bis 2009 die Ausstellungstrilogie 150 Jahre amerikanische Kunst: 1800-1950. Den Auftakt macht in diesem Jahr die Ausstellung Neue Welt. Die Erfindung der amerikanischen Malerei. Mit Landschaftsmalerei betraten die USA in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Bühne der internationalen Kunstwelt. Die Wildnis und Weite Amerikas erschienen Maler-Pionieren wie Thomas Cole und Frederic Edwin Church als etwas Unvergleichliches, scheinbar Grenzenloses. In den Catskill Mountains nördlich der stetig wachsenden Stadt New York schuf ein Kreis von Künstlern, den man später Hudson River School nannte, wildromantische Bilder.

Maler, Wissenschaftler und Abenteurer unternahmen strapaziöse Reisen, um die Naturwunder der Neuen Welt zu erkunden. Ihre Bilder und Berichte regten die Entstehung eines frühen Tourismus zu den spektakulären Landschaften 

der White Mountains, der Niagarafälle und des Yosemite Valley an. Landschaftsmalerei  galt in den USA als wichtigste Kunstgattung, als Zeugnis nationaler Identität und der Vorstellung, Amerika sei das neue "Promised Land".

Das Wadsworth Atheneum Museum of Art in Hartford, Connecticut, wurde 1844 als erstes öffentliches Kunstmuseum Amerikas gegründet. Es bewahrt eine der größten und bedeutendsten Sammlungen amerikanischer Landschaftsmalerei. Sie wird nun erstmals geschlossen in Europa gezeigt. Im Anschluss wird die Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart zu sehen sein.

Thomas Cole (1801-1848), Szene aus "Der letzte Mohikaner". Cora kniet zu Füßen Tamenunds, 1827, Öl auf Leinwand, Vermächtnis Alfred Smith, 1868.3, © Wadsworth Atheneum Musum of Art, Hartford, Connecticut (USA)