Ausstellung

Marc Chagall. Lebenslinien

8. Oktober 2010 - 16. Januar 2011

Persönliche Erlebnisse und Erfahrungen haben unmittelbar Eingang in Marc Chagalls Kunst gefunden. In Gemälden, Zeichnungen und Druckgraphik spielt die inspirierende Beziehung zu seiner Frau Bella eine zentrale Rolle. Die Ausstellung Marc Chagall. Lebenslinien untersucht das besondere Verhältnis zwischen dem Maler und seiner Frau vor dem Hintergrund seines künstlerischen Schaffens. Sie setzt die Autobiographie erstmals direkt mit den Werken Chagalls in Verbindung. Den Ausgangspunkt bilden Chagalls Illustrationen zu seinem Erinnerungsbuch Mein Leben und zu den von Bella verfassten Büchern Erste Begegnung und Brennende Lichter. Die darin festgehaltenen Erinnerungen an die Kindheit und Jugend im Schtetl Witebsk liefern einen Bilderschatz, der in vielfältigen Variationen in seiner Malerei erscheint und noch für das späte Werk von Bedeutung bleibt. Ein besonderer Fokus liegt auf Chagalls Beschäftigung mit der Rolle des Künstlers und auf seinem künstlerischen Selbstverständnis. Gezeigt wird auch seine Auseinandersetzung mit dem Holocaust, ein sehr persönliches Thema für Chagall, der aus einer jüdischen Familie kam. 

Die von Meira Perry-Lehmann und Ortrud Westheider kuratierte Ausstellung präsentiert die Chagall-Sammlung des Israel Museums in Jerusalem zum ersten Mal in Deutschland. Sie wird ergänzt durch Leihgaben aus deutschen und internationalen Sammlungen wie dem Kunstmuseum Basel, dem Centre Pompidou, Paris, der Staatlichen Tretjakow-Galerie, Moskau, der Kunstsammlung Nordrhein- Westfalen in Düsseldorf, der Staatsgalerie Stuttgart und bedeutenden Privatsammlungen.