Ausstellung

Karl Schmidt-Rottluff: expressiv, magisch, fremd

27. Januar 2018 - 21. Mai 2018

Zum ersten Mal untersucht eine Ausstellung die Faszination Karl Schmidt-Rottluffs für außereuropäische Kunst und Kultgegenstände und seine Rezeption der magischen Kraft dieser Objekte. Bereits während der Zeit in der Künstlergemeinschaft „Brücke“ verfolgte Schmidt-Rottluff sein Ziel, „das zu schaffen, was ich sehe und fühle, und dafür den reinsten Ausdruck zu finden“. Variantenreich interpretierte er in den 20er Jahren seinen expressiven Stil. Seine späteren Landschaften und Stillleben prägen magisch-melancholische Entrückung, dramatische Atmosphäre und der intime Dialog mit den stillen Dingen. In seinem monumentalen Spätwerk ist die wiederkehrende Kraft in seinen Farbenstürmen zu spüren. Wie ein roter Faden zieht sich die Begeisterung für außereuropäische Kunst und Kultgegenstände durch sein künstlerisches Schaffen. Immer wieder stellte er afrikanische und ozeanische Masken und Skulpturen in seinen Werken dar und adaptierte deren spezifische magische Ausdruckskraft in seiner Kunst. Die Ausstellung Karl Schmidt-Rottluff: expressiv, magisch, fremd zeigt Plastiken, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik und setzt diese in einen Dialog mit Objekten aus der Sammlung afrikanischer und ozeanischer Kunst aus dem Nachlass des Künstlers.

Die Ausstellung wird gefördert von Latham & Watkins.

Abbildung: Karl Schmidt-Rottluff, Masken, 1938, Brücke-Museum Berlin