Ausstellung

Frida Kahlo

15. Juni 2006 - 17. September 2006

Im Jahr 1939 erschien eine unbekannte mexikanische Malerin auf der Bühne des Pariser Kunstgeschehens. Die Surrealisten nahmen sie begeistert in ihre Reihen auf. Sie waren der Meinung, Frida Kahlos Bilder seien ganz unabhängig von der europäischen Kunst ihrer Generation entstanden. Kahlo ließ alle in diesem Glauben: "Ich hatte keine Ahnung, dass ich surrealistisch male."

Frida Kahlos Malerei ist ohne ihre Biographie, ohne ihre Liebe zu den mexikanischen Traditionen, ohne ihre schillernde Persönlichkeit nicht zu verstehen. Die Künstlerin offenbart in ihrem Werk ihr körperliches und seelisches Leiden ebenso wie ihre Vitalität, ihren unkonventionellen Geist und ihren aufrührerischen Humor.

Diese Ausstellung zeigt erstmals Frida Kahlos Verbindungen zur europäischen Avantgardekunst auf und stellt vor Augen, dass ihr Werk weit mehr ist als die Essenz einer aufregenden Lebensgeschichte. Frida Kahlos ins Phantastische gesteigerter Realismus, ihre verstörende Kombination von Motiven und ihre Montagetechniken stehen in Beziehung zu den internationalen Kunstentwicklungen ihrer Zeit: der Pittura Metafisica, dem Dadaismus, der neuen Sachlichkeit und dem Surrealismus.

Frida Kahlo gilt als bedeutendste Künstlerin Lateinamerikas. Ihre Kunst zählt heute zum mexikanischen Nationalerbe und es war der Wille ihres Mannes Diego Rivera, dass ihre Bilder das Frida-Kahlo-Museum Mexiko niemals verlassen dürfen. Dem Bucerius Kunst Forum ist es dafür im Jahr vor Kahlos 100. Geburtstag gelungen, mit der Sammlung Dolores Olmedo Patiño den größten privaten Leihbestand an Werken Frida Kahlos erstmals nach 1993 wieder nach Deutschland zu holen. Er wird um weitere Leihgaben aus Sammlungen in Lateinamerika und den USA ergänzt.